RCed Mindstorm: CrazyShitCorner ETECTURE #DAD 2013

RCed Mindstorm: CrazyShitCorner ETECTURE #DAD 2013

Kleine Transformers die durch die Flure düsen und Karlsruhe „unsicher“ machen… klingt nach einem neuen Hollywood Blockbuster? Nicht unbedingt – die Besucher des ETECTURE #DAD2013 bekamen auch in der CrazyShitCorner geboten!

Die Idee dahinter

Der Lego Mindstorm Roboter sollte beim #DAD2013 als virtuelle Präsenz genutzt werden, d.h. der Roboter fungiert als „Vertretung“ des Interakteurs vor Ort, während dieser an einem weit entfernten Ort den Roboter interaktiv steuert. Das Ziel war, dass der Roboter durch das komplette Gebäude gefahren werden kann – ohne direkten Sichtkontakt. Der Operator sollte so mit anderen Menschen interagieren und kommunizieren, da er selbst sehen und sprechen kann, aber auch gesehen und gehört wird.

Und was dann so alles passierte

Zwischen Roboter und Operator musste eine Datenverbindung aufgebaut werden, die auch über größere Distanzen eine Bild- und Tonübertragung sowie die Fernsteuerung erlaubt. Der Roboter benötigt zwecks Interaktion mit anderen Menschen eine Bild- und eine Audioübertragungsmöglichkeit von und zu dem Operator.

Zunächst wurde der Roboter standardmäßig zusammengebaut. Um eine Bild- und Tonübertragung zu ermöglichen, entschied sich das Team, ein Smartphone am Roboter zu integrieren, welches via Skype mit dem Notebook des Operators Bild und Ton von und zu dem Roboter / Operator senden konnte. Über das Smartphone konnte der Operator selbst gesehen/gehört werden und so mit anderen Menschen vor Ort kommunizieren. Um das Smartphone am Roboter zu befestigen wurde eine eigens entwickelte Haltevorrichtung angebaut, womit das Smartphone mittels Greifarmen an der Roboterfront arretiert wurde.

Die Datenübertragung für die Fernsteuerung erfolgte via WLAN  und der Operator steuerte den Roboter mit der Tastatur des Notebooks.

Die direkte Übertragung der Eingaben aus dem Browser an den Roboter war jedoch standardmäßig nicht möglich. Daher musste eine sogenannte Zwischenschicht zum Einsatz kommen, die für die Kommunikation zwischen Browser und Roboter zuständig ist und die Tastatureingaben von Notebook via WLAN an den Roboter senden konnte. Hierzu wurde ein C#-Programm erstellt, dass folgende Funktionalität bietet:

  • Schnittstelle für Verbindung mit Roboter
  • Websocket-Server zur Kommunikation mit dem Browser
  • Logik um eingehende Websocket-Anfragen entsprechend zu behandeln

 

Im Browser waren folgende Möglichkeiten zur Steuerung gegeben:

  • Fortbewegung per Pfeiltasten oder Buttons
  • Einstellung von 4 Geschwindigkeitsstufen
  • Greifarme auf/zu

Um die Events abzufangen wurde jQuery, eine freie JavaScript-Bibliothek, verwendet.

Und so drehte zwischen den Menschenmengen ein kleiner Freund aus Lego munter seine Runden, hielt hier und dort für ein Smalltalk an und bereitete nicht nur dem Team hinter der Steuerung großen Spaß.

Mindstorm-III_detail_page_preview

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