Work@Travel in Barcelona

Work@Travel in Barcelona

Hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich einmal Reiseberichte schreibe. Naja, ein klassischer Reisebericht wird es wohl eher nicht, aber schauen wir mal, was dabei herumkommt…

Da ist die erste Woche tatsächlich schon wieder vorbei und das obwohl ich doch gerade erst angekommen bin!?
Was ist also passiert?

Zunächst die Sprache. Wie läuft es eigentlich so mit dem Spanischen?

Vorneweg – und das nicht als vorauseilende Rechtfertigung, sondern nur um die richtige Erwartungshaltung zu schüren: Durch einen von ETECTURE unterstützten Sprachkurs konnte ich ein Gefühl für die Sprache entwickeln und mich auf kleine Konversationen vorbereiten.
Meine Spanischkenntnisse bei Reiseantritt umfassten also die Fähigkeit vier bis fünf Verben zu 95% richtig zu konjugieren – im Präsenz versteht sich – eine Handvoll überlebensnotwendiger Vokabeln, wie ‚buena conexión a internet‘, ‚Wi-Fi gratis‘ oder ‚cerveza y sangría‘, und natürlich dem Satz “Hablo español solo un poco” (wobei auch das schon fast übertrieben ist). Nach acht Kurs-Stunden Spanisch, war erfahrungsgemäß auch nicht mehr zu erwarten. Aber deswegen, mache ich diese Reise ja auch – um Spanisch zu lernen. Und eine Sprache lernt man eben am besten im Land.

Die erste spanische Unterhaltung kam dann doch anders als gedacht und etwas überraschend. Das Thema: Dem Parkwächter erklären, dass ich schon über das Internet gebucht und gezahlt hatte. Hierauf war ich noch vorbereitet. Dass die Buchung allerdings nicht im System gelandet war, irritierte uns beide dann doch ein wenig.

Insgesamt besteht also noch etwas Entwicklungspotenzial, wobei immerhin die Aussprache nach zwei bis drei cervezas besser wird. Zumindest hat die zweite Kellnerin bei meiner Bestellung nicht mehr gelacht.

Jetzt die Geographie. Wie war die erste Station Barcelona?

Die Stadt, die Leute, das Essen…wo soll ich anfangen? Eine tolle Stadt, ich werde sicherlich nochmal, dann in der Funktion als Urlauber, zurückkommen, um Barcelona mit all seinen Facetten noch intensiver zu erfahren. Ich konnte natürlich Einiges sehen und erkunden, doch bei Weitem nicht genug. Schließlich bin ich ja auch zum Arbeiten hier.

Der geneigte Leser möge sich also hier durchaus fundierte Reiseempfehlungen und Bewertungen anlesen.

Dennoch kurz meine Top 3:

  • La Sagrada Familia – Eine ziemlich verrückte Angelegenheit und definitiv sehenswert. Wie ich auch erfahren habe, macht es durchaus Sinn zu warten, bis die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Dann nämlich darf die Stadt keinen Eintritt mehr verlangen. Auf der anderen Seite arbeiten sie auch schon seit fast 150 Jahren an dieser Wahnsinnskirche und finanzieren sich ausschließlich über die Eintrittsgelder… also vielleicht geht man schon einmal vorher hinein und mit seinen Enkeln dann gratis?! 😀
  • Paella – ein Muss und zwar hier: http://www.grupxativa.com/arrosseria/ Muchas Gracias por el dato, Matthias!
  • Poble Sec – Pinchos essen (https://www.shbarcelona.com/blog/en/pinchos-poble-sec/) und auf einem nicht gerade kleinen Straßenfest, der “Fiesta Major”, den Abend ausklingen lassen.

Und die Arbeit?

Ja, richtig, ich arbeite hier ja!

Zu ca. 80% ist das hier nämlich bitterer Ernst. Also ganz wie zuhause 😉
Wie erwartet, waren die ersten Tage hier tatsächlich nicht anders als in Deutschland. Stuhl, Tisch, Laptop, Handy —> Tippen, Telefonieren, Meeten – Ja, auch Meeten, nur eben nicht im gleichen Büro, sondern aus einem anderen Land heraus. Mittels der etablierten Werkzeuge kein Problem: Mail, Skype, Telefon läuft alles wie in good old Germany. Zeitverschiebung gibt’s keine, Roaming-Gebühren sind abgeschafft und der Breitband-Ausbau scheinbar abgeschlossen. LTE habe ich hier bisher noch nicht verlassen und wenn, dann nur um in ein WLAN zu wechseln.

Was aber sicherlich auffällt ist, dass das “Socializing”, das sonst im heimatlichen Büro stattfindet, etwas auf der Strecke bleibt. Auch wäre ich beim diesjährigen ETECTURE-Sommerfest schon gerne dabei gewesen. Aber man kann nicht alles haben. Ich habe auf Euch angestoßen am Strand von Barceloneta!

Mehr zu meinen Arbeitserfahrungen und weitere Infos zu meiner zweiten Station Valéncia, dann im nächsten (Reise-)Bericht. Sicher ist schon jetzt: So wie es bisher ist, fühlt es sich schon richtig gut an!

Abschließend, weil einfach auf den Punkt gebracht, das Zitat eines Kollegen aus Karlsruhe: “Du wirkst unverschämt entspannt, Urs!”

In diesem Sinne: ¡Hasta la próxima, compañeros!

Urs

 

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