ETECTURE auf der Technical Deep Dive

Odyssey Titelbild Hero

"If solutions within the system are so impossible to find, maybe we should change the system itself".

 

Mit dieser eigentlich so simplen aber gleichzeitig beeindruckend treffenden Botschaft aus der Rede der Klima-Aktivistin Greta Thunberg vor der United Nations Climate Conference (UN COP24 ) wurde der Odyssey Technical Deep-Dive eröffnet. Die Veranstaltung dient als Vorbereitungstag für den großen Odyseey Hackathon, der im April dieses Jahres bereits zum dritten Mal in Groningen, Niederlande stattfindet. Es ist der weltweit größte Hackathon für das Themenfeld Blockchain und AI.

 

Odyssey ist ein, durch die niederländische Regierung unterstütztes, Innovationsprogramm der Dutch Chain, welches sich zum Ziel gesetzt hat, komplexe gesellschaftliche Herausforderungen mit Hilfe neuer Technologien anzugehen. Aufgrund der zahlreichen Teilnehmer wurden die verschiedenen Themen in einer Kirche vorgestellt, wobei jedoch darauf geachtet wurde, die Blockchain nicht zum heiligen Gral der Problemlösungen auszurufen.

Odyssey Kirche Content 1

Nichtsdestotrotz konnte während der Konferenz gezeigt werden, wie Prozesse mit Hilfe der neusten Blockchain Technologie definiert und die Welt ein kleines bisschen verbessert werden kann.

 

Im Folgenden stellen wir eine Auswahl der für uns relevantesten Vorträge vor: 

 

AI for the Commons (Trent McConaghy, Ocean Protocol):

 

Trend McConaghy präsentierte den Nutzen der Blockchain als Datenvermittler am Beispiel der frühzeitigen Krebserkennung mit dem Fokus für AI-Netzwerke. Um den Krebs frühzeitig zu erkennen, benötigt der AI-Algorithmus große Mengen an Daten, welche zwar von den Krankenhäusern erhoben werden können, jedoch nicht weitergegeben werden dürfen. So soll es möglich sein, dass der AI-Algorithmus zur Modell-Generierung auf die Daten des Krankenhauses zurückgreifen kann, ohne dass diese Daten übermittelt werden müssen.

 

Erst das fertige trainierte Modell wird dann der AI komplett zur Verfügung gestellt.

 

Damit können Krankenhäuser (Data Providers) die Daten für AI-Netzwerke (Data Consumers) bereitstellen, ohne dass die personenbezogenen Daten geteilt werden. Die Daten bleiben durchgängig beim Krankenhaus. Die Blockchain stellt dabei eine sichere Infrastruktur zum Informationsaustausch bereit.

 

Dieses Vorgehen erinnert uns stark an unseren Spotlight mit XAIN.

 

Space and Blockchain Synergy (Erik Laan, Eye on Orbit):

 

Eye on Orbit beschäftigte sich mit der Frage: „Warum sollte die Blockchain ins All?“

Dafür nannte der Space Industry Consultant Eric Laan gleich mehrere Gründe. Das zentralste Argument war jedoch, dass durch Satelliten die Verbindung zum Blockchain-Netzwerk auch in entfernten Teilen der Erde realisiert werden könnte. Für ETECTURE ist dieser Ansatz gerade für den Logistik Bereich sehr spannend. Auf diesem Gebiet hat ETECTURE bereits erste erfolgreiche Erfahrungen mit dem Live-Betrieb einer Blockchain sammeln können.

 

Einen anderen Grund stellt die Möglichkeit der Erprobung neuer Proof-of Algorithmen dar. Ein Beispiel ist die Garantie (Proof), dass der Block im All erstellt wurde. Als Proof könnte dabei die geringe Schwerkraft dienen oder die Leuchtkraft eines Pulsars herangezogen werden, welcher von der Erde nicht sichtbar ist. Allgemein ist die Grundidee dabei, die Eigenschaften des Alls zu nutzen, um sicher zu gehen, dass der Block auch wirklich im All erzeugt wurde.

 

The State of Ethereum (Jutta Steiner, Parity Technologies)

 

Jutta Steiner von Parity Technologies stellte die Problematik des bevorstehenden Wechsels vom Proof of Work zum neuen Proof of Stake Algorithmus dar und ging ebenfalls auf die Themen Parity Ethereum, Parity Substrate sowie auf das Polkadot Projekt ein. Es gab spannende Neuigkeiten in welche Richtung sich diese Projekte bewegen und wie die Zukunft mit den neuen Möglichkeiten aussieht. Da auch die ETECTURE Blockchain auf Ethereum basiert, waren hier die neusten Änderungen und Möglichkeiten für uns natürlich von besonderem Interesse.

Odyssey Content 2

Das Nachmittagsprogramm war gefüllt mit verschiedenen Workshops und Themenvertiefungen. Technische Details und noch anstehende Challenges konnten mit Entwicklern aus der ganzen Welt diskutiert werden.  

 

Wir sind gespannt auf den Hackathon im April und auf die damit verbundenen Herausforderungen und die daraus resultierenden Lösungsansätzen.